SCHAU:spiel:ZEIT


Schauspielen für DrehbuchautorInnen


Seminar 1: 3.6.2010 – 5.6.2010
Seminar 2: 1.10.2010 – 2.10.2010

Gewisse Fragen beschäftigen SchauspielerInnen und AutorInnen in gleicher Weise: Wie bringt man die szenische Phantasie in Gang? Wie macht man sich eine dramatische Figur zu eigen? Wie erzeugt man ein umfassendes Verständnis und Empathie für den zu spielenden Charakter, wie findet man zur stimmigen Sprache und Verhaltensweise der Figur? Die vielfältigen Techniken und Methoden, mit denen SchauspielerInnen Charaktere erarbeiten und Szenen improvisieren sind DrehbuchautorInnen meistens nicht bekannt.

Das drehbuchFORUM will im Jahr 2010 den DrehbuchautorInnen einige bewährte Techniken und Methoden näherbringen, die SchauspielerInnen in der Rollenentwicklung und in der szenischen Arbeit anwenden. Auf welche Ressourcen und Methoden kann ein Schauspieler in seiner Arbeit zurückgreifen, die einem Autor nicht zur Verfügung stehen? Welche von diesen Methoden können AutorInnen für die Figurenentwicklung, Szenenentwicklung und Dialoggestaltung nutzen? Drei aufeinander abgestimmte Blockseminare sollen darauf Antwort geben.

 

Überblick / Anmeldung >
Details zu Seminar 2 mit Annette Uhlen 1.10.-2.10.2010 >
Details zur Podiumsdiskussion am 2.10.2010 >
Details zu Seminar 1 mit Mike Bernardin und Dieter Berner 3.3.-5.6.2010 >
Biografien KursleiterInnen >

 
 

Überblick / Anmeldung


Seminar 2
mit Annette Uhlen
Arbeit an einzelnen Drehbuchszenen in Dialogform.

Das zweite Seminar richtet seinen Fokus auf die Dialoggestaltung und auf die Schaffung von facettenreichen Figuren.

Termin: 1.10.2010-2.10.2010
Ort: Echoraum, Sechshauser Straße 66, 1150 Wien
Kosten: für Mitglieder € 120,- für Nicht-Mitglieder € 160.-
Plätze: 8-12 Plätze

Zielpublikum
Das Seminar ist ausschließlich für professionelle DrehbuchautorInnen FilmemacherInnen und SchauspielerInnen gedacht.

 
Anmeldung: SCHAUspielZEIT - Seminar 2 >
 

Podiumsgespräch
mit SchauspielerInnen und AutorInnen samt Get-together am Ende des 2. Seminartages

Termin: 2.10.2010, Beginn 18 Uhr
Kosten: gratis!
Plätze: 50 Plätze

 
Anmeldung: SCHAUspielZEIT - Podiumsdiskussion >
 

Details zu Seminar 2


Wondering Reading mit Annette Uhlen
(1.10.2010-2.10.2010)

2 Tage für AutorInnen und SchauspielerInnen (8-12 TeilnehmerInnen), Arbeit an Drehbüchern, die in einer ersten Fassung vorliegen oder an Szenen in Dialogform.

„Wondering Reading“ ist eine Technik der schauspielerischen Leseprobe, die von Lee Strasberg auf der Grundlage von Stanislawskis Schauspieltheorie entwickelt und von Annette Uhlen in langjähriger Praxis als Schauspieltrainerin weiterentwickelt wurde, zur Arbeit an Subtext und zur Erforschung der Motivation der einzelnen Figuren. In der Interaktion zwischen den Drehbuchfiguren und ihren Partnern, bzw. den AutorInnen werden die Figuren mit biographischem Material, persönlichen Empfindungen, Charaktereigenschaften und Lebenserfahrung angereichert. Es geht um eine „Hinterfragung“ des Dialogs und der Situation aus der Perspektive jeder einzelnen Figur. AutorInnen lernen somit nicht nur, ihre Dialoge zu optimieren, sondern sie bekommen auch ein plastisches und mehrdimensionales Bild von den Figuren und ihren Motiven.

Zum Abschluss des 2.Seminars findet eine Podiumsdiskussion statt.

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Details zur Podiumsdiskussion


(2.10.2010, ab 18.00)
SchauspielerInnen denken, DrehbuchautorInnen verstehen ihre Arbeit nicht.
DrehbuchautorInnen denken, SchauspielerInnen sind eitel und wollen immer die Guten sein.
Stimmt das?
Worin bestehen die Konflikte zwischen AutorInnen und SchauspielerInnen? Gibt es Möglichkeiten zu einer besseren Zusammenarbeit?

Die TeilnehmerInnen am Podium werden demnächst an dieser Stelle bekannt gegeben.

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Überblick


Seminar 1
mit Dieter Berner und Mike Bernardin
Arbeit mit vorhandenen Drehbuchideen, konkreten Szenen, Exposès oder Treatments der TeilnehmerInnen.

Das erste Seminar richten sich in an AutorInnen, die an einem Drehbuch arbeiten, von dem zumindest bereits ein ausführliches Exposé vorliegt. Neben der Auseinandersetzung mit Methoden, die Zugang zum emotionalen Reservoir der AutorInnen eröffnen, lernt und experimentiert man vier Tage lang mit unterschiedlichen Techniken, die besonders für den Schreibprozess geeignet erscheinen. Das Programm wird Übungen präsentieren, die in der Figurenentwicklung, Szenenentwicklung und Dialoggestaltung verwendet werden können. Darüber hinaus soll durch das Erkennen der Gemeinsamkeiten und der Unterschiede von „Spielen“ und „Schreiben“ der Blick auf das Handwerk des Drehbuchschreibens geschärft werden.

Termin: Do, 3.6.- Sa, 5.6.2010 jeweils von 10.00-18.00 (inkl. Mittagspause)
Ort: Echoraum, Sechshauser Straße 66, 1150 Wien
Kosten: für Mitglieder € 140,- für Nicht-Mitglieder € 190.-
Anmeldung: office@drehbuchforum.at
Plätze: 8-12 TeilnehmerInnen

Zielpublikum
Das Seminar ist ausschließlich für professionelle FilmemacherInnen und DrehbuchautorInnen gedacht. SchauspielerInnen können an diesem Seminar nicht teilnehmen. An den Tagen mit Mike Bernardin wird auf Englisch gesprochen, die Übungen können auf Deutsch gemacht werden.

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Details zu Seminar 1


Schauspieltechniken mit Dieter Berner und Mike Bernardin
(3.6.- 5.6.2010)

3 Tage für AutorInnen (8-15 TeilnehmerInnen), Arbeit mit vorhandenen Drehbuchideen, konkreten Szenen, Exposès oder Treatments der TeilnehmerInnen.

Schauspielübungen für AutorInnen mit Dieter Berner

In der Schauspielarbeit lassen sich zwei methodische Ansätze unterscheiden: Techniken, die mit Identifikation arbeiten (von innen nach außen), oder Techniken, die mit Nachahmung arbeiten (von außen nach innen). Dieter Berner bietet in seinem Seminar Übungen aus dem Repertoire des Method Acting an, mit denen der Einsatz von nonverbalen Mitteln gefördert wird. Es sind dies Mittel der Körpersprache und der sinnlichen Wahrnehmung auf der Ebene der Bilder, der Geräusche und der körperlichen Befindlichkeit. Sowohl für die Nachahmung wie für die Identifizierung ist das Erinnerungs- und Vorstellungsvermögen von größter Wichtigkeit. Es ist die Grundlage für das Entstehen von Phantasie. Schon Stanislawski, der Vater der meisten neueren Schauspieltheorien, hat entdeckt, dass die Phantasie wie ein Muskel trainiert werden kann. Einige der Grundübungen des Method-acting zielen deshalb darauf ab, das Vorstellungsvermögen zu trainieren und abrufbar zu machen.
Das von Dieter Berner entwickelte Seminar geht von Ideen der TeilnehmerInnen zu einer Filmgeschichte aus und führt mit einfachen Improvisationen zu Erfahrungen, die konkrete Erkenntnisse über die Konfliktlage, Motivationen und Ambivalenzen der handelnden Personen ermöglichen. Dieter Berner ist Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler, er leitete bis 2009 die Filmschauspielausbildung an der HFF Potsdam Babelsberg.

Meisner Methode mit Mike Bernardin
„truthful behaviour under imaginary circumstances“

Eine der bekanntesten Formen des Schauspiel Trainings in den USA ist die Meisner Technik. Stars wie Diane Keaton, Jon Voigt und Robert Duvall und auch Regisseure wie David Mamet oder Sydney Pollack gehören zu ihren Fans.
Sanford Meisner, ehemaliges Mitglied des New Yorker Group Theater, entwickelte verschiedene aufeinander aufbauende Übungen, die den Instinkt des Schauspielers schulen und ihm ein „freies“ Spiel ermöglichen sollen. Die Übungen von Meisner erlauben dem Schauspieler seinen Impulsen zu folgen, und fördern damit die Unmittelbarkeit des Zusammenspiels, die Wahrhaftigkeit der Reaktionen aufeinander. Nur so kann laut Meisner eine authentische Szene entstehen. Den Text bezeichnet Meisner oftmals als ein „ canoe, and the river it flows on is the emotion”. Meisner will dem Schauspieler beibringen, sich auf der sicheren Basis seiner Vorbereitung ganz auf die scheinbar unsichere Welt seiner Instinkte einzulassen, und so eine spontanes „truthful behavior“ zu ermöglichen.
Diese Übungen dienen als Vorbereitung für die Rollenarbeit und werden als ständiges Training für den Schauspieler empfohlen. Sie können im Prinzip auch von Laien erprobt und erfahren werden und eignen sich deshalb besonders gut für unser Vorhaben. Mike Bernadin, ein in Berlin lebender britischer Schauspielcoach, unterrichtet Meisner Technik an der HFF Potsdam und an einer eigenen Schule in Berlin.

Aufbau Seminar 1

3.6.2010: Dieter Berner. Raumübung:
Für die Arbeit von Film-Autoren haben sich besonders jene Übungen bewährt, die Phantasie über Vorstellungen von Außen- und Innen-Räumen und Requisiten anregen. Die Spannungen zwischen den Personen und der Umgebung, in der sie sich befinden, werden zu Vorgaben für Improvisationen, aus denen Szenen und schließlich kleine Geschichten entstehen. AutorInnen, die mit einem Entwurf zu einer Geschichte an diesem Seminar teilnehmen, erfahren in diesen Übungen Hintergründe und Motivationen ihrer Figuren und kommen zu Einsichten über ihre eigene Motivation als Autor und ihr Erzählthema.

4.6. und 5.6.2010: Mike Bernardin. Grundübungen der Meisner Technik:
Reaktionsübungen, Partnerübungen. Der Spielanlass kommt aus der Spannung mit dem Partner. „Repeat“ und „Knocking on the door“. Die Autorinnen erfahren, wie man die Energie, die vom Partner kommt annimmt und umsetzt, sie üben das bewusste Aufgeben von Kontrolle, um Impulsen folgen zu können. Die schauspielerische Arbeit wechselt zwischen Phasen des „Loslassens“ und Phasen der Kontrolle und Reflektion. Die Übungen eröffnen den Autoren Wege zum methodischen Einsatz von Impulsivität und intellektueller Kritik.

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Biographien

SeminarleiterInnen SCHAU:spiel:ZEIT

 
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Berner Portrait
 
 
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